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Kreisauskunftsbüro

Die Bundesrepublik Deutschland ist gemäß Artikel 122, Absatz I des III. und Artikel 136, Absatz I des IV. Genfer Abkommens verpflichtet, im Falle eines Konfliktes eine nationale Auskunftsstelle zum Austausch von Nachrichten über Kriegsgefangene und geschützte Zivilpersonen einzurichten.

Aufgrund dieser Verpflichtung hat die Bundesrepublik Deutschland den Auftrag zur Planung und Vorbereitung der nationalen Auskunftsstelle an das Deutsche Rote Kreuz weitergegeben, weil das DRK bereits nach dem Zweiten Weltkrieg den Suchdienst in Deutschland eingerichtet hatte und über entsprechende Erfahrungen verfügt.

Suchdienst heißt in diesem Fall:

  • Sammeln von Nachrichten über Katastrophenopfer
  • Herstellung von Verbindungen zwischen getrennten Familien,
  • Familienzusammenführung
  • Identifizierung von Kleinkindern
  • Auskünfte geben über den Verbleib von Einzelpersonen

Zu diesem Zweck bestehen in den DRK-Kreisverbänden Kreisauskunftsbüros (Arbeitskreis Suchdienst, KAB) mit ehrenamtlichen Helfern, einem ehrenamtlichen Leiter und einem ehrenamtlichen Stellvertreter.

Die Aufgabe des Kreisauskunftsbüros ist es, berechtigten Personen Auskunft über den Verbleib von Betroffenen einer Katastrophe oder eines Großschadensereignisses geben zu können.

Nur eine genaue Registrierung aller Betroffenen durch die Einsatzkräfte und die zentrale Zusammenführung aller Daten ermöglicht eine schnelle und effektive Auskunftserteilung.

Die bundeseinheitlichen Registrierunterlagen des Deutschen Roten Kreuzes werden von den Helfern des Kreisauskunftsbüros in die sogenannte "Katastrophenkartei" einsortiert. Zusätzlich werden Suchanfragen aus der Bevölkerung entgegen genommen. Treffen Suchanfragen und Meldungen über betroffene Personen in der Katastrophenkartei zusammen, kann eine Auskunft über den Aufenthaltsort gegeben werden.

Das manuelle Führen der Katastrophenkartei wird seit einigen Jahren durch die Einführung eines EDV-Programms unterstützt. Mit Hilfe dieses Programms ist das KAB in der Lage, die Anfragen von Angehörigen schneller beantworten zu können.

Die vorgestellten Suchdienstaufgaben sind humanitäre Aufgaben, die zu keiner Zeit an Aktualität verloren haben und auch zukünftig notwendig sein werden.

Der Leitsatz aus dem Protokoll der Internationalen Rotkreuz-Konferenz 1948 in Stockholm hat auch heute, nach über 60 Jahren, nichts von seiner Bedeutung verloren:

Ungewissheit über den Verbleib eines lieben Menschen ist genauso schwer zu ertragen wie physisches Leid!

Machen Sie mit im Kreisauskunftsbüro Delmenhorst!

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Weitere Informationen
Peter Lünenborg
Telefon: 0175-5267125
info@drk-delmenhorst.de